Unterricht

Die HPS Heerbrugg nimmt Kinder ab 4 Jahren auf, die bis zum 18 Lebensjahr in der Schule bleiben können. Die Verweildauer an der Schule beträgt somit 14 Jahre. Die Schüler durchlaufen während der Schulzeit alle Stufen der HPS:

Vorstufe
maximal 3 Jahre, zurzeit vier Klassen

Unterstufe
3 bis 4 Jahre, zurzeit vier Klassen

Mittelstufe
3 bis 4 Jahre, zurzeit vier Klassen

Oberstufe
3 bis 4 Jahre, zurzeit vier Klassen

Die Klassenzusammensetzung und die Stufenüberritte richten sich nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen. Die Klassengrössen liegen zwischen 5 und 8 Schülerinnen und Schüler.

Einzelförderung, Beratung

begleiten – unterstützen – beraten

Neben der Einzelförderung der Kinder bietet die HPS Heerbrugg auch Fachberatung an. Diese versteht sich als interne Anlaufstelle für Lehrkräfte sowie andere Fach- und Bezugspersonen.

Die Fachpersonen der Einzelförderung arbeiten im pädagogisch-therapeutischen Sinne mit einzelnen Schülerinnen und Schülern, begleiten und unterstützen bei speziellen heilpädagogischen Fragestellungen und gestalten interne Schulungen und Weiterbildungen. Ein spezieller Teilbereich der Einzelförderung und Beratung ist auf den Themenbereich «Unterstützte Kommunikation» ausgerichtet. Mit der Durchführung von pädagogisch-therapeutischen Einzelmassnahmen sollen Kinder und Jugendliche aller Stufen differenzierte und intensive Förderung erfahren. Durch die Beratung und Unterstützung bei besonderen Fragestellungen gelangen Lehrkräfte und andere Fachpersonen in ihrem heilpädagogischen Handeln zu neuen Handlungs- und Lösungswegen.

Soziale Arbeit

Beratung – Unterstützung – Entwicklung

Die HPS verzichtet auf den Begriff der Schulsozialarbeit, weil die Aufgaben und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit in der HPS als eigenständig angesehen werden. Sie hat zum Ziel, die Kinder und Jugendlichen durch die Schule und durch den Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten und an einem erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben mitzuarbeiten. Sie entlasten Lehrpersonen in Bereichen der Elternarbeit, die nicht unmittelbar mit der schulischen Förderung der Kinder und Jugendlichen zusammenhängen.

> Flyer Sozial Arbeit (PDF)
> Konzept Sozialarbeit

Rhythmik

bewegen – experimentieren – improvisieren – gestalten

Die Schülerinnen und Schüler können den Rhythmikunterricht besuchen. Dieser wird in Gruppen oder auch als Einzelunterricht erteilt.

In Verbindung mit Musik erlebt das Kind seinen Körper in Bewegung und lernt, sich in Raum und Zeit zu orientieren. Es macht zusammen mit den anderen Kindern der Gruppe Erfahrungen mit verschiedenen Instrumenten und Materialien.

Arbeitsweisen und Schwerpunkte der Rhythmik

Musik spricht das Kind direkt an. Musik und Bewegung regen an, sich im Körper zu erfahren und sich auszudrücken.

Das Kind wird in seiner Bewegungsentwicklung unterstützt. Bewegungsrhythmus, Spannung/Entspannung und die Verbindung von Wahrnehmung und Bewegung fördern seine sensomotorische Entwicklung. Es lernt, sich über Bewegung und Rhythmus auszudrücken. In der Gruppe erweitert es seine Beziehungs- und Kontaktmöglichkeiten und lernt den Umgang mit Nähe und Distanz.

> Rhythmik an der heilpädagogischen Schule

Bewegung und Sport

Neben dem Angebot des Turn- und Schwimmunterricht ist es uns ein Anliegen, dass die Kinder ihren Fertigkeiten entsprechend verschiedene Freizeitsportaktivitäten wie Fahrrad fahren und verschiedene Schneesportarten lernen oder kennen lernen. Die 4-12-jährigen besuchen zudem je nach Bedarf das Heilpädagogische Reiten bei regionalen Anbieterinnen.

Logopädie

hören – sehen – bewegen – handeln – begreifen – sprechen

In der Logopädie werden die Kinder in Einzeltherapiestunden oder in Kleinstgruppen im Bereich der Kommunikation gefördert. Jedes Kind soll angemessene Verständigungsmittel durch die Lautsprache oder durch andere unterstützende oder nonverbale Kommunikationsmittel erwerben.

Der Logopädie liegt ein ganzheitliches therapeutisches Konzept zugrunde. In spielerischer Weise wird das Kind in verschiedenen Sinnes- und Wahrnehmungsbereichen angesprochen. Durch die Verbindung von Bewegung und handelndem Tun kann es die Kommunikations- und Sprachfähigkeiten erweitern. Übungen im Bereich der Mundmotorik unterstützen die Entwicklung der Artikulation.

Die Therapie richtet sich nach den individuellen Ressourcen und Voraussetzungen des Kindes. Kinder mit Spracherwerbsverzögerungen und –beeinträchtigungen, Sprech- und Stimmauffälligkeiten und Einschränkungen in der Mundmotorik werden in der Einzeltherapie oder in Kleinstgruppen gefördert.

Die Sprachtherapie im Rahmen einer Sonderschule ist eines der umfassendsten Fachgebiete der Logopädie. Es sind Kinder von der Vorstufe bis zur Abschlussklasse vertreten, alle möglichen logopädischen Themen können eine Rolle spielen, und die Bedürfnisse der Kinder sind sehr individuell. So kann sich beispielsweise das eine Kind mit der Lautsprache verständigen während ein anderes auf technische Hilfsmittel oder Gebärden angewiesen ist.

Unserer sprachtherapeutischen Arbeit liegen folgende Prinzipien zugrunde (vgl. Jenni 2008):

  • Jeder Mensch hat seine eigene individuelle Entwicklung
  • Die Förderung richtet sich am (kognitiven) Entwicklungsstand
  • Oberstes Ziel ist die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit
  • Der Einbezug der Eltern und des pädagogischen Umfeldes ist wichtig
  • Fortlaufende Überprüfung, ob unsere Handlungsweisen sich mit unseren Intentionen decken, ist unerlässlich
  • Kleinschrittiges Vorgehen und gemeinsame Freude über das Erreichte

Die Logopädie basiert auf einem ganzheitlichen therapeutischen Konzept. Mit einer Sprachtherapie sollen die kommunikativen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen mit einer Entwicklungsbeeinträchtigung verbessert werden, und das Umfeld der Kinder und Jugendlichen soll für die Kommunikation optimal gestaltet werden.

In spielerischer Weise wird ein Kind in der Therapie in verschiedenen Sinnes- und Wahrnehmungsbereichen angesprochen. Durch die Verbindung von Bewegung und handelndem Tun mit der Sprache kann es seine Kommunikations- und Sprachfähigkeit erweitern. Eine Therapie richtet sich stets nach den individuellen Ressourcen und Voraussetzungen des Kindes.

Zu Beginn einer Sprachtherapie – an unserer HPS in der Regel in der Vorstufe oder im ersten Schuljahr – erfolgt für die einzelnen Kinder eine umfassende logopädische Abklärung in der Klassen- und Einzelsituation. Ausgehend davon werden die eventuelle Therapiebedürftigkeit sowie das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten abgesprochen.

Derzeit sind gut 50 Prozent der HPS-Schülerschaft in logopädischer Therapie. Die Massnahmen und Angebote werden sehr sorgfältig ausgewählt und abgestimmt. Die Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften und anderen Fachpersonen ist grundlegend und ermöglicht so eine nachhaltige Umsetzung des Gelernten im Alltag.

Die Zusammenarbeit der Logopädinnen und Logopäden mit den Eltern, den Lehrkräften und anderen Therapeutinnen und Therapeuten ist grundlegend, um das Gelernte im Alltag umzusetzen.

www.logopaediemittelrheintal.ch

Physiotherapie

bewegen – bewegt werden – spüren – orientieren

Physiotherapie als medizinisch-therapeutisches Angebot ermöglicht Kindern mit Einschränkungen in ihren Bewegungsmöglichkeiten den Umgang mit dem Körper zu entwickeln.

Schwerpunkte in der Physiotherapie

Die therapeutischen Schwerpunkte richten sich nach den individuellen Möglichkeiten und Unterstützungsbedürfnissen des einzelnen Kindes:

  • Gleichgewicht, Koordination und Dosierung von Bewegungen verbessern
  • Neue Bewegungsmuster erfahren und üben
  • Kennenlernen und Spüren des eigenen Körpers
  • Ausdauer und Qualität von Alltagsbewegungen stärken und fördern
  • Versorgung mit Hilfsmitteln einleiten und diese anpassen

Als medizinisch-therapeutische Massnahme liegt eine ärztliche Verordnung vor, welche die therapeutischen Zielsetzungen festlegt.

In Einzelstunden oder in Kleingruppen wird die Therapie von Physiotherapeutinnen und -therapeuten durchgeführt. Durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und den Eltern könnten Therapieerfolge optimiert werden.

Die Physiotherapie wird über Dreivital organisiert und vor Ort angeboten.

> DREIVITAL Schweiz in Heerbrugg – Kompetenz in Gesundheit

Ergotherapie

bewegen – bewegt werden – spüren – orientieren

In unserer Ergotherapie schulen Kinder und Jugendliche mit geistigen und motorischen Beeinträchtigungen ihre individuellen Fertigkeiten und lernen, Alltagssituationen selbständig zu bewältigen. Spielerisch, mit Freude und ohne Leistungsdruck.

Die Ergotherapie wir über das GHG Tempelacker organisiert und vor Ort angeboten.

> Therapiekonzepte
> Ergotherapie – Tempelacker (ghg-tempelacker.ch)

Beratung und Unterstützung B&U

Die Heilpädagogische Schule Wiggenhof, HPV Rorschach und die Heilpädagogische Schule Heerbrugg bieten gemeinsam den Dienst für Beratung und Unterstützung in der Regelschule an.

Dieses niederschwellige Angebot kann von Lehrpersonen und Schulleitungen genutzt werden. Haben Sie fragen oder möchten Sie mehr erfahren, rufen Sie einfach die Dienstellenleiterin Frau Silvana Braun an. Sie ist über das Sekretariat der HPS Heerbrugg erreichbar:

T. +41 71 727 20 90