Arbeit am Compi

ICF an der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg

ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) ist ein von der WHO herausgegebenes Klassifizierungssystem:

Die ICF stellt eine einheitliche, fach- und länderübergreifende Sprache zur Verfügung, die einer neuen Sicht auf Themen wie Gesundheit, Krankheit und Behinderung entspricht. Sie bietet einen Rahmen, um Gesundheit und damit zusammenhängende Zustände zu beschreiben, und definiert Elemente von Gesundheit und Wohlbefinden…

…Die ICF ist kein konkretes Anwendungs- oder Beurteilungsinstrument. Sie ist lediglich ein international anerkanntes Vokabular, das einen bestimmten Sprachgebrauch und entsprechende Kategorien vorschlägt: ein von der WHO entwickeltes Esperanto zur weltweiten Organisation von Gesundheits- Bildungs- und Sozialpolitik. (http://insieme.ch/geistige-behinderung/icf-klassifikation/)

Neu dabei ist, dass nicht nur die Kompetenzen und Defizite von Menschen fokussiert werden sondern auch die Umgebung des Menschen, welche die Teilhabe und Autonomie sowie die Aktivität eines Menschen wesentlich beeinflusst. Aktiv sein ist immer eine Interaktion zwischen einem Menschen und seiner Umwelt; diese kann die Aktivitäten auch ver- oder behinder.

Das ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) wurde von der Schweiz im Jahre 2006 ratifiziert. Damit verpflichtete sich die Schweiz, die Kinderversion (JCF-CY) für Kinder und Jugendliche verbindlich einzuführen.

Wir möchten für die Schülerinnen und Schüler der HPS gute Lernumgebungen schaffen, die einen Beitrag zu Teilhabe und möglichst grosser Autonomie leisten. Mit den Lernberichten und während der Elterngespräche sollen die Fortschritte und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich aufgezeigt werden.

Die Heilpädagogische Schule hat das Berichtwesen entlang der ICF aufgebaut. Die Lernberichte, in der Regelschule Zeugnis genannt, machen transparent, welche Kompetenzen eine Schülerin oder ein Schüler erworben hat. Die Lernberichte sind so verfasst, dass andere Institutionen daraus lesen könne, was ein Kind oder eine Jugendliche oder ein Jugendlicher kann und worauf aufgebaut werden kann.